Erfundene Anpassung: gleiches Wissen, andere Durchführung
Kontexte, Dienste und Begründungen sind erfunden; keine Länderempfehlungen oder Ergebnisdaten.
| Feld | Kontext A | Kontext B |
|---|---|---|
| Evidenzgrundlage | Gleiche Übersicht persönlicher Unterstützung | Gleiche Übersicht persönlicher Unterstützung |
| Beschriebener Zugang | Örtliche Praxistermine | Regionaler Telefondienst |
| Dokumentierter örtlicher Grund | Geschulte Teams und Räume vorhanden | Reisehürden und vorhandenes Telefonteam |
Eine vollständig erfundene Anpassung verfolgen
Die erfundenen Kontexte A und B nutzen dieselbe Übersicht persönlicher Unterstützung bei Erwachsenen. A beschreibt Termine in bestehenden örtlichen Praxen, B einen regionalen Telefondienst. A nennt vorhandene geschulte Teams und Räume, B Reisehürden und ein bestehendes Telefonteam als schriftliche Gründe. Kein echtes Land oder Ergebnis ist gemeint.
Die dokumentierte Änderung betrifft Durchführung und Zugang, nicht einen neu gemessenen Effekt oder die beste Angebotsform. Ohne die Gründe könnten Sie die Wege beschreiben, aber nicht behaupten, B wähle Telefon wegen Geldmangels. Auch die örtlichen Gründe sind erfunden und nicht WHO zugeschrieben.
Zwischen Evidenz und Empfehlung liegt eine Begründung
Das WHO-Handbuch zur Kontextualisierung verbindet Evidenz aus der Ausgangsleitlinie mit örtlich relevanten Daten statt bloßer Übersetzung. Es gleicht Fragen ab, prüft Aktualisierungsbedarf und dokumentiert geänderte Urteile. Das Entwicklungshandbuch behandelt Evidenzqualität getrennt von weiteren Empfehlungsfaktoren. Im erfundenen Beispiel ist vorhandenes Personal nur ein Gesichtspunkt, keine vollständige Begründung. Eine Angebotsform allein wegen der bisherigen Praxis beizubehalten ist keine evidenzbasierte Kontextualisierung.
Suchen Sie die Evidence-to-Decision-Tabelle oder Begründung: Welche Ergebnisse zählen für Betroffene, welche Kosten und Infrastruktur wurden berücksichtigt, wer hat Zugang, wie wurden Machbarkeit und rechtliche Bedingungen geprüft? Unterstellen Sie keinem Land bestimmte Werte oder Regeln. Fehlende Antworten bleiben offen.
Andere Fragen und Evidenzzeiträume zuerst erkennen
Notieren Sie Population, Frage, Versorgungskontext und Evidenzstichtag beider Texte. Eine klinische Erwachsenenleitlinie und Informationen zur Kostenerstattung müssen nicht dasselbe beantworten. Das Publikationsjahr ist nicht zwingend das Datum der letzten eingeschlossenen Studie.
Bleiben bei gleicher Frage unterschiedliche Urteile, erhalten Sie beide Begründungen und Unsicherheiten. Übernahme und Anpassung sind Prozessbegriffe, keine Rangfolge der Länder. Stellen Sie aus den stärksten Sätzen mehrerer Länder keine eigene weltweite Behandlungsempfehlung zusammen.
Den örtlichen Zugang konkret klären
Aus dem erfundenen Beispiel folgt die Frage, ob die jeweiligen Wege vor Ort verfügbar und nutzbar sind. Verfügbarkeit, Termin, Kosten und Bedingungen bestätigt die konkrete Einrichtung; eine ausländische Leitlinie begründet keinen persönlichen Anspruch.
Das BIÖG bietet einen deutschen Beratungsweg zum Rauchstopp. Persönliche Versorgung besprechen qualifizierte Fachkräfte. Diese Seite vergleicht öffentliche Dokumente und erhebt keine Gesundheitsgeschichte; notwendige Angaben gehen direkt über das Datenschutzverfahren des gewählten Dienstes.
Das Wichtigste
Quellen
Die zentralen Aussagen dieser Seite wurden anhand der folgenden Quellen geprüft.
- WHO Regional Office for Europe: WHO guideline contextualization handbook (2023): local evidence and adaptation
Quellen geprüft: 2026-10-05
- World Health Organization: WHO handbook for guideline development, second edition (2014), chapter10
Quellen geprüft: 2026-10-05
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Telefonberatung zum Rauchstopp
Quellen geprüft: 2026-10-05
Allgemeine Leitlinienmethodik mit erfundenem Beispiel. Keine länderübergreifende Therapierangliste, persönliche Empfehlung oder aktuelle Rechtsansprüche.