Die Bitte hören, statt eine Rolle zu vermuten
NCI nennt auch den Kollegenkreis als mögliche Unterstützung und empfiehlt, gewünschte Hilfe konkret zu benennen. NCI und NHS raten Unterstützenden zum Zuhören und Fragen, nicht zu Druck oder wiederholtem Prüfen.
Wenn jemand still wirkt, folgt daraus kein Wunsch nach Rauchstopp-Tipps. ‚Möchtest du Gesellschaft?‘ lässt eine gewöhnliche Antwort zu. Auch nach einem Gespräch über den Rauchstopp müssen nicht alle weiteren Pausen von Zigaretten handeln.
Erfundenes Beispiel: Die Zeit gehört zur Absprache
Alex fragt Kim: ‚Können wir in unserer geplanten Pause im rauchfreien Café sitzen, statt mit der Rauchgruppe rauszugehen? Ich möchte keine Ankündigung machen.‘ Kim antwortet: ‚Heute geht das. Wir können auch einfach über das Wochenende reden.‘ Die Aufgabe ist Gesellschaft, nicht das Prüfen von Alex' späteren Wegen.
Am nächsten Tag liegen die Pausen unterschiedlich. ‚Ich kann diese Aufgabe jetzt nicht verlassen. Wenn unsere Mittagspausen zusammenfallen, komme ich mit.‘ Das ist keine Gleichgültigkeit. Die Bitte verändert weder Freigaben noch Vertretung oder betriebliche Regeln; solche Fragen sind getrennt über die passende betriebliche Stelle zu klären.
Privates ist kein Bericht für die Gruppe
Fragt jemand, warum Alex nicht draußen ist, genügt ‚Wir trinken Kaffee‘. Aufhördatum und Angaben zum Rauchen gehören nicht automatisch dazu. Gemeinsame Pausen erfordern weder weitergeleitete Nachrichten noch eine Gruppen-Challenge oder Berichte an Dritte.
Soll jemand ausdrücklich informiert werden, klären Sie Person und Inhalt. Versprechen Sie nicht im Namen betrieblicher Systeme oder externer Dienste umfassende Vertraulichkeit. Gesundheits- und Beschäftigungsfragen brauchen die jeweils geeignete qualifizierte Beratung, keine Vermutungen unter Kollegen.
Eine Erinnerung ist kein Dauerauftrag zur Überwachung
Bittet Alex später darum, vor der Pause nach dem Café zu fragen, klären Sie Inhalt und Ende dieser Erinnerung. Die Warnung des NCI vor Nörgeln verbietet keine ausdrücklich gewünschte Erinnerung. Sie erlaubt aber weder Zigarettenzählen noch erzwungene Antworten, wenn die Bitte geändert wird.
Besprechen Sie am Ende, ob die Absprache noch passt. Bei gewünschter zusätzlicher Hilfe bietet die BIÖG Telefonberatung; die aktuellen Zugangsangaben sind dort zu prüfen. Kollegiale Gesellschaft ist keine Behandlung, Leistungsbeurteilung oder Verantwortung für den Rauchstopp.
Das Wichtigste
Häufige Fragen
Kann ich helfen, obwohl ich selbst rauche?
Sie können keine Zigaretten anbieten und gemeinsame Zeit an einem rauchfreien Ort verbringen, wenn das gewünscht ist. Daraus muss kein gemeinsames Aufhörversprechen werden.
Gilt das auch für Vorgesetzte?
Dieses Beispiel gilt für Gleichgestellte. Weisungsbefugnis, Leistung, Offenlegung und Arbeitsanpassungen werden nicht behandelt; dafür ist die passende betriebliche Beratung nötig.
Quellen
Die zentralen Aussagen dieser Seite wurden anhand der folgenden Quellen geprüft.
- U.S. National Cancer Institute / Smokefree.gov: How to Support Your Quitter
Quellen geprüft: 2026-10-02
- NHS, England: How to help someone quit smoking
Quellen geprüft: 2026-10-02
- U.S. National Cancer Institute / Smokefree.gov: Build Your Smokefree Team
Quellen geprüft: 2026-10-03
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): Telefonberatung
Quellen geprüft: 2026-10-02
Allgemeine Beispiele mit erfundenen Personen, keine arbeitsrechtliche, medizinische oder datenschutzrechtliche Beurteilung. Tatsächliche Arbeitsregeln beachten; persönliche Gesundheitsfragen und dringende Anliegen an geeignete lokale Hilfe richten.